Europäisches Künstlerhaus
Oberbayern - Schafhof

 
 
 

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Rudy Cremonini: Appunti (Detail), 2012, Öl auf Leinwand, 68x68 cm

IN TRANCE
2. August - 8. September 2013

Malerei von
Adam Bota (Wien)
Rudy Cremonini (Bologna)
Joseba Eskubi (Bilbao)



Vernissage: 1. 8. 2013, Donnerstag 19:00
Grußwort: Franz Jungwirth, Altbezirkstagspräsident
- Einführung: Fabian Faltin (Wien), Schriftsteller und Musiker

Führung durch die Ausstellung: 3. 9. 2013, Dienstag 17:30
- Interdisziplinäre Führung mit Alexandra Hoffmann
  mit dem Thema "Wechselwirkung der Farben"
  Eintritt frei, Voranmeldung möglich



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Bilder aus der Ausstellung

Schafhof - Europäisches Künstlerhaus Oberbayern: IN TRANCE - Adam Bota, Rudy Cremonini, Josabe Eskubi Schafhof - Europäisches Künstlerhaus Oberbayern: IN TRANCE - Adam Bota, Rudy Cremonini, Josabe Eskubi Schafhof - Europäisches Künstlerhaus Oberbayern: IN TRANCE - Adam Bota, Rudy Cremonini, Josabe Eskubi Schafhof - Europäisches Künstlerhaus Oberbayern: IN TRANCE - Adam Bota, Rudy Cremonini, Josabe Eskubi Schafhof - Europäisches Künstlerhaus Oberbayern: IN TRANCE - Adam Bota, Rudy Cremonini, Josabe Eskubi Schafhof - Europäisches Künstlerhaus Oberbayern: IN TRANCE - Adam Bota, Rudy Cremonini, Josabe Eskubi Schafhof - Europäisches Künstlerhaus Oberbayern: IN TRANCE - Adam Bota, Rudy Cremonini, Josabe Eskubi Schafhof - Europäisches Künstlerhaus Oberbayern: IN TRANCE - Adam Bota, Rudy Cremonini, Josabe Eskubi Schafhof - Europäisches Künstlerhaus Oberbayern: IN TRANCE - Adam Bota, Rudy Cremonini, Josabe Eskubi Schafhof - Europäisches Künstlerhaus Oberbayern: IN TRANCE - Adam Bota, Rudy Cremonini, Josabe Eskubi Schafhof - Europäisches Künstlerhaus Oberbayern: IN TRANCE - Adam Bota, Rudy Cremonini, Josabe Eskubi Schafhof - Europäisches Künstlerhaus Oberbayern: IN TRANCE - Adam Bota, Rudy Cremonini, Josabe Eskubi

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Über die Ausstellung

Angesichts einer sich selbst überholenden, durchschleunigten Welt, in der das einzelne, qualitative Bild zu verschwinden droht…

Angesichts einer Welt, die ein gegenwärtiges Erleben kaum mehr zuzulassen vermag und die durchsetzt ist von einem ortlosen, visuellen Overkill…

ist es allerhöchste Zeit, Orte zu kreieren, die den Zeitgeist wieder mit Kontemplation füllen. So einen Ort stiftet die Ausstellung In Trance. Sie wendet sich an die unzeitgemäßen weil äußerst langsamen und trägen Vorgänge der Ölmalerei. Zu sehen sind Gemälde von drei jungen herausragenden europäischen Malern, die mit technischer Perfektion und ungewöhnlich sensibler und reduzierter Farbpalette Welten erschaffen, die imstande sind, einen Keil der Reflexion in eine entgeisterte Zeit zu schlagen. Sie versetzen den Betrachter gewissermaßen in Trance, denn ihre fragilen Bildwelten sind imstande, ein Übergewicht an Wirklichkeit zu erzeugen, die von der Außenwelt entkoppelt erscheint und die nach geheimnisvollen Gesetzen des Rückzugs und der Suggestion funktionieren.
(Uwe Goldenstein)

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Über die Künstler


Adam Bota

ADAM BOTA

Der junge Wiener Maler mit ungarischen Wurzeln ist ein Meister des Verschwindenlassens. Was auch einschließt, dass seine Figuren eine ungewöhnliche und gleichzeitig völlig natürlich anmutende Vereinigung mit dem Raum, in dem sie sich befinden, eingehen. Wie in der großartigen Serie Sekundenschlaf vorgeführt, vermengen sich die Körper mit ihrer Umgebung, alles wirkt sehr still, beinahe andächtig. In der wohl temperierten Malerei löst sich der gesamte Körper beinahe im Farb- und Formspiel auf und beginnt, mit dem Lichteinfall zu kooperieren. Lichtflecken vermengen sich mit Farbnuancen, überlagern sich und sind untrennbar vereint. Die Gesichtszüge entschwinden, wie auch der Geist sich in eine Zwischenwelt davonzumachen scheint.

Adam Bota gehört vielleicht der letzten Generation von Malern an, die den Zeitgeist mit den Möglichkeiten der Malerei wiederzugeben imstande sind. Seine Arbeiten sind in vielen internationalen Sammlungen vertreten, seine Werke werden europaweit gezeigt. 

(Text: Uwe Goldenstein)

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Rudy Cremonini

RUDY CREMONINI

Rudy Cremonini gehört zweifelsohne zu den interessantesten jungen Malern Italiens. Bemerkenswert ist seine zurückhaltende, hoch konzentrierte Malweise, die dem zähen Fluss des Öls ihren eigenen Raum lässt. Der Auftrag der Farbe auf die Leinwand bleibt stets sichtbar und ist Teil des Bildgefüges selbst. Das Motiv erhebt sich nur schwer aus dieser pastosen Tiefe. Dies trägt dazu dabei, dass die Anschauung stetig zwischen einem Hervortreten und Wiederzurückziehen des konkret Sichtbaren changiert. Dieser spannungsgeladene Vorgang ermöglicht dem betrachtenden Auge eine eigene Zeitlichkeit, die sich konsequent abwendet von jeglicher äußerer oder künstlicher Beschleunigung. Cremonini fordert auf äußerst charmante wie subtile Art den vielleicht schon vergessenen Moment der Kontemplation, die Möglichkeit des Authentischen in der zeitgenössischen Kunst wieder ein.

Rudy Cremoninis Arbeiten waren bereits in zahlreichen Ausstellungen zu sehen, darunter in Berlin und New York. Seine nächste Einzelausstellung findet im September 2013 in der Galerie Thomas Fuchs in Stuttgart statt.

(Text: Uwe Goldenstein)

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Joseba Eskubi

JOSEBA ESKUBI

Eine unheimliche Spannung strömt durch Joseba Eskubis sonderbar abstrakt anmutende Landschaften. Knäuel ähnliche Arrangements liegen wie vom Himmel gefallen herum. Seine Farbpalette erinnert an die von Dalí, auch die erzeugte Stimmung richtet sich ganz subtil an ein surreales Innenleben, ohne dass im Bild eine konkrete Richtung vorgegeben ist. Ein Horizont, der zwei Grundfarben des Landschaftlichen teilt, ist der einzige Bezug zu einem „Draußen“ in diesen charmant kleinformatigen Werken. Darin eingebettet: die fragilen, scheinbar nur durch die Farbschlieren zusammengehaltenen und in einem morphologischen aber gleichzeitig unbestimmten Sinn sehr lebendig erscheinenden Körper. Sie verweilen ganz selbstverständlich im Raum. Und sie verbreiten bei längerer Betrachtung eine immer mehr aufgeladene, immer intensivere meditative Atmosphäre. Wodurch sie sich auflädt, bleibt ungewiss. Sie ist, und das ist ein wunderbarer Schachzug des Baskischen Malers, rein ästhetisch, nur von der Farbkraft des Öls bestimmt. Denn seine Werke sind bemerkenswert erhaben gegenüber jeglicher konkreter Interpretation, sie bleiben undefinierbar, im besten Kunstsinne reine ästhetische Landschaft.

Joseba Eskubi wurde 1967 in Bilbao geboren, wo er bis heute lebt. Seine Arbeiten sind in zahlreichen europäischen Sammlungen vertreten. Im Herbst 2013 findet seine erste Einzelausstellung in Berlin statt.  

(Text: Uwe Goldenstein)

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